Punkt Geschichte

Geschichte

Das Sommercamp hat eine lange Tradition und ist erfolgsträchtig.


Wie alles begann… 2000

Gezeugt wurde die Idee vor 22 Jahren im Februar 1998 bei einem Bundesjugendseminar in Freiburg, als die Bundesjugend schier verzweifelte, wie die kommenden Aufgaben verteilt werden können. Um dem noch eins draufzupacken, wurde das Projekt aus dem Hut gezaubert. Besoffen vor Glück, dass wir nun ein Ziel hatten, ging es gleich an die Arbeit. Orte für die Niederkunft wurden gesichtet, die Musik ausgewählt und jede Menge Zeugs gekauft. Die Geburtshelfer standen stramm, als es im Sommer 2000 endlich losging: Das Sommercamp war geboren. Die Räume waren kalt, es regnete und das Essen schmeckte nicht. Aber das war egal. Für alle etwa 150 Beteiligten war die Ankunft entscheidend. Mit einem großen „Hallo“ wurde das Baby bei der Wassergeburt begrüßt. Die Party konnte beginnen.


Die Krabbelphase… 2002

Olpe war zu klein. Es kündigten sich noch mehr Leute an, die dabei sein wollten. Also hieß es noch mal: Orte sichten, alles planen und durchrechnen. Ein perfekter Platz wurde schließlich gefunden: Die Jugendburg in Borken. Auch hier war die Stimmung bestens: „Schreinemakers Live“ – eine extra aufgelegte Talkshow für Schwerhörige, jede Menge Workshops und abends Party im Burgkeller. Alles wurde größer, auch der Kletterturm wuchs um einige Meter.


Die ersten Schritte… 2004

Ein Umzug stand schon wieder bevor. Nicht mehr im Rittersaal, sondern in der Aula traf man sich nun abends. Mit den Burgspielen und Themenabenden, „Charlie Chaplin“ (ein Film von schwerhörigen Schülern) und dem Pantomimen JOMI war das Sommercamp bei den neuen Pflegeeltern bestens aufgehoben. Für die Kreativen unter uns gab es auch eine Hör-Design-Werkstatt – durchgeführt vom Sponsor. „You’ll never forget“ war das Motto. Nein, das vergisst man nicht.


Mittendrin statt nur dabei… 2006

Etwas Wichtiges fehlte bisher: Ein Sommercamp-Song. Nach dem vollzogenen Stabwechsel bei den Pflegeeltern wurde das neue Lied von einer Band gespielt und enthusiastisch aufgenommen. Einem Patenonkel gleich schaute diesmal sogar auch der Schirmherr vorbei und ließ sich anstecken von der Sommercamp-Atmosphäre.


Überlegst du noch oder feierst du schon… 2008

Endlich war es soweit! Das 5. Sommercamp (somit das erste Jubiläum) stand an und wurde mit einer großen Geburtstagstorte kräftig gefeiert. Das Sommercamp wuchs aus den Kinderschuhen und wurde erwachsen. Wieder wurden Erwartungen übertroffen und erstmalig gab es auch einen Regionalabend, um die berühmte Sommercamp- Atmosphäre (Feel the Spirit) auch über Borken hinaus in einzelne Teile Deutschlands und der Schweiz zu versprühen.


Feel the Spirit – besser geht’s nicht…2010

Bunter geht’s nicht! Ob rhythmische Trommelklänge, kämpferisches Capoeira, Kommunikationsstrategien und -technik, Gebärdensprache, Bogenschießen, Themenabende zur Stressbewältigung, über Ghana oder Neuseeland…der Spirit wurde gelebt! Zu den Highlights zählten die Burgspiele, die dem Kennenlernen der anderen Teilnehmer dienten, aber auch der Zirkus Regionale, bei dem die Teilnehmer aus den verschiedenen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ihre Darbietungen unter tosendem Applaus zeigten. Gänsehautfeeling, oder wie der Titel bereits sagt: Besser geht’s nicht!


Sound of Life – 2012

Unter der Schirmherrschaft von Tänzer Tobias „Tobiz“ Kramer und mit einer wieder einmal kaum zu toppenden Auswahl an Workshops und Angeboten gab uns das vorerst letzte Sommercamp eine Woche lang den „Sound of Life“ vor. Neben den schon traditionellen Burgspielen war diesmal auch ein „Schrott-Rock“-Abend angesagt, bei dem die Teilnehmer aus den verschiedensten Regionen mit unterschiedlichsten Gegenständen Musik machen und die Bühne rocken durften. Beim Karaoke-Abend in der Disko ging ebenfalls die Post ab. Auch die neu eingeführten interessanten Tagesangebote ließen bei den Teilnehmern keine Langeweile aufkommen. Mit dem finalen, längsten und vielleicht besten Abschlussabend aller Zeiten fand das Sommercamp ein (vorerst) würdiges Ende. Trefflich beschrieben durch den Sommercamp-Song „Ich bin ich“ (von Glasperlenspiel) war auch dieses Camp auf seine Weise einzigartig und unverwechselbar:

„Ich bin ich, ich bin ich auf meine Weise. Ich bin ich, manchmal laut und manchmal leise.“